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27. Juli 2017


 

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Begrüßungsrede für US-Botschafter Philip D. Murphy

Begrüßungsrede von Stadtrat Daniel Sander anlässlich des Vortrags von S.E. US-Botschafter Murphy über die deutsch-amerikanischen Beziehungen am Dienstag, 25. Oktober 2011 um 19 Uhr im Historischen Kaufhaus zu Freiburg:

 

Exzellenz, sehr geehrter Herr Botschafter Murphy,

sehr geehrter Herr Generalkonsul Elford,

sehr geehrter Herr Konsul Romano,

magnifizenz, Professor Schiewer,

sehr geehrter Herr Ehrenbürger Dr. Böhme,

liebe Friederike Schute,

sehr geehrter Herr Ehlers,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

ich darf Sie heute Abend im Namen des Oberbürgermeisters, des Gemeinderats und der Bürgerschaft der Stadt Freiburg im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses begrüßen und herzlich willkommen heißen.

 

Verehrter Herr Botschafter, Sie sind heute Morgen bereits in der Gerichtslaube gewesen, dem ältesten Teil des Rathauses.

 

Die Gerichtslaube erinnert in ganz besonderer Weise an die österreichische oder – besser gesagt – an die Habsburgische Vergangenheit.

 

Dieser Saal, meine Damen und Herren, ist ebenfalls ein Symbol für die mehr als vierhundert Jahre, in denen Freiburg Teil des Habsburger Reiches gewesen ist.

 

Er heißt zwar Kaisersaal wegen des Besuches des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. im Jahr 1876.

 

Aber draußen an der Fassade stehen die Statuen von vier habsburgischen Herrschern aus der Blütezeit des habsburgischen Reiches, an erster Stelle die von Kaiser Maximilian I., in dessen Regentschaft der Reichstag in Freiburg 1498 stattgefunden hat.

 

Exzellenz, dieses Haus ist auch aus einem anderen Grund bedeutsam.

 

Von 1946 an war es für einige Jahre der Sitz des Badischen Landtags. Der Landtag war das erste demokratisch gewählte Parlament nach dem II. Weltkrieg.

 

Hier haben frei gewählte Abgeordnete über Gesetze abgestimmt, und sie haben die Grundlage dafür gelegt, was wir heute den Wiederaufbau und den demokratischen Neubeginn unseres Landes nennen.

 

Dieser Neubeginn in Frieden und Freiheit und in einer demokratischen Verfassung wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht die damaligen Alliierten nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur uns Deutschen die Hand gereicht hätten.

 

In unserer Region waren es französische Militärs, aus denen dann gute Freunde geworden sind.

 

In anderen Teilen unseres Landes war es die militärische und zivile Administration Ihres Landes, der Vereinigten Staaten von Nordamerika.

 

Wir – und hier spreche auch für meine Generation – sind Ihrem Land zutiefst dankbar für die Hilfe und Unterstützung, die uns gegeben worden ist.

 

Es war nicht nur eine materielle Hilfe, die das Überleben und dann den wirtschaftlichen Wiederaufbau gesichert hat.

 

Es war vor allem die Unterstützung beim Aufbau eines demokratischen Gemeinwesens. Daraus ist eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit gewachsen.

 

Die deutsch-amerikanische Partnerschaft ist über jetzt mehr als 60 Jahren eine stabile Grundlage für ein gutes und faires Miteinander.

 

Uns verbindet mit keinem anderen Land der Welt so viel an kulturellen Prägungen, an Demokratie, Lebensart und wirtschaftlichen Gemeinsamkeiten.

 

Wir wollen das nicht vergessen, wenn wir das heute gewiss nicht immer einfache Miteinander zwischen unseren Staaten beurteilen.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

dieser Abend ist eine gemeinsame Veranstaltung das Carl-Schurz-Hauses, der Stiftung für Ordnungspolitik und der Stadt Freiburg.

 

Ich darf den Mitveranstaltern herzlich für die Vorbereitung und Organisation dieses Tages danken, für die Stiftung für Ordnungspolitik Herrn Ehlers, und für das Carl-Schurz-Haus Frau Schulte als neue Direktorin.

 

Das Carl-Schurz-Haus ist für uns Freiburgerinnen und Freiburger eine Brücke und ein Fenster zu den USA.

 

Es ist seit seiner Gründung als Amerikanisches Kulturinstitut auch ein ehrlicher Mittler und Moderator amerikanischer Politik und Kultur, und war vor mehr als 20 Jahren auch einer der Wegbereiter unserer Städtepartnerschaft mit Madison in Wisconsin,

 

die ursprünglich ja vor allem eine Zusammenarbeit unserer beiden Universitäten gewesen ist und auch heute noch vor allem durch den wissenschaftlichen Austausch geprägt ist.

 

Exzellenz, verehrter Herr Botschafter,

sehr geehrter Herr Generalkonsul,

 

wir freuen uns, dass Sie heute zu Gast in Freiburg sind.

 

Ich wünsche Ihnen im Namen der Stadt Freiburg viele interessante Anregungen und Eindrücke, und ich wünsche uns einen spannenden Abend!

 

Herzlichen Dank!

 



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