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25. September 2017


 

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Rede zur Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas

Herr Oberbürgermeister,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

die Bewerbung der Stadt Freiburg zur Kulturhauptstadt Europas ist eine große Chance für unsere Stadt und ihre Entwicklung im nächsten Jahrzehnt.

 

Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt wird in jedem Fall ein Erfolg und ist es auch jetzt schon: Wir schauen noch bewusster auf unsere Kultur in unserer Stadt und erkennen auf diesem Weg aufs Neue den enormen Reichtum und die Vielfältigkeit unserer Kultur.

 

Das gibt uns im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Selbstbewusstsein!

 

Es wäre natürlich hervorragend, wenn wir hier am Oberrhein mit unseren Freunden im Elsass und der Schweiz als Region gemeinsam antreten könnten.

 

Ich bin aber der festen Überzeugung, dass wir selbstbewusst sein dürfen und müssen. Wir bewerben uns zu allererst aus eigener Kraft. Freiburg hat Kultur und lebt Kultur!

 

Zur Bewerbung als Kulturhauptstadt passt auch unser 900jähriges Jubiläum im Jahr 2020 als mittelalterliche Gründungsstadt:

 

Unser Name gibt uns seit dem Mittelalter das Programm vor: Frei und Burg: Was wie ein Widerspruch aussieht, war historisch die Bedingung für ein Leben in Freiheit und Selbstentfaltung.

 

In dieser Tradition europäischer Stadtentwicklung stehen wir. Die Bewerbung als Kulturhauptstadt ist die Möglichkeit auf diesem Wege weiterzugehen.

 

Die besonderen Leistungen unserer Kulturschaffenden zu würdigen und weiter zu fördern ist eines.

 

Aus meiner Sicht muss die Bewerbung aber auch verbunden werden mit baulichen Maßnahmen, wie es in der Vergangenheit auch geschehen ist. Wir müssen der Kultur und den Kulturschaffenden Raum geben.

 

Etwas enttäuscht war ich von dem internen Diskussionspapier des Kulturamtes, das auf 30 Seiten wortreich wenig Konkretes bietet und mich mit seinen Fußnoten eher an eine meiner Proseminarsarbeiten erinnert hat. Hier sollte das Kulturamt in Zukunft konkreter und präziser formulieren.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

eine konkrete Idee ist es zum Beispiel, im Herzen unserer Stadt endlich die Schlossbergnase in die Innenstadt zu integrieren und dafür bauliche Lösungen in Verbindung mit dem kulturellen Leben zu finden.

 

Im Zusammenhang mit der Bewerbung als Kulturhauptstadt wäre das eine zukunftsträchtige Entwicklung und Aufwertung der Oberstadt als Magnet für die Freiburger selbst und die Besucher der Stadt.

 

Mehr Besucher, mehr Touristen und dadurch auch eine Stärkung der Wirtschaft in unserer Stadt – auch das könnte ein Effekt der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt sein.

 

Die Bewerbung setzt Kräfte frei, fördert die Motivation aller, das kulturelle Angebot noch attraktiver zu machen und noch besser darzustellen als es jetzt schon der Fall ist. Mit der Bewerbung kann auch endlich eine Vernetzung der verschieden Kultureinrichtungen und –Kulturrichtungen in der Stadt Freiburg stattfinden.

 

Die Bewerbung wird positiven Folgen für die Kultur haben, nicht zuletzt aber auch für unsere Lebensqualität und unsere Wirtschaft.

 

Klar ist, dass die Bewerbung unter einem Finanzierungsvorbehalt steht. Schon in der Bewerbungsphase kommen erhebliche Kosten auf uns zu.

 

Die Stadt muss daher einen gangbaren Weg finden die Bewerbung solide zu finanzieren, ohne dass wichtige Investitionen oder Zuschüsse in anderen Bereichen wegfallen müssen.

 

Die Verwaltung hat jetzt die Aufgabe in Zeiten schwieriger Haushaltslage ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorzulegen.

 

Die CDU-Fraktion nimmt den Sachstand der bisherigen Vorbereitung zur Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas wohlwollend zur Kenntnis und wir freuen uns auf konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Bewerbung im Herbst.

 

 



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