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25. September 2017


 

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Bau und Vermietung eines Verbundarchivs durch die Freiburger Stadtbau

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Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen 

 

Freiburg, den 22. Februar 2010

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

die drei großen Archive in Freiburg – das Universitätsarchiv, das Staatsarchiv und das Stadtarchiv – werden ihre Kapazitätsgrenzen  in wenigen Jahren erreicht haben und können ihre Arbeit bereits heute vielfach nur noch provisorisch und durch angemietete Räumlichkeiten aufrechterhalten. Da die Behebung dieser Problematik – beispielsweise durch einen Neubau – einige Jahre in Anspruch nehmen wird, sehen wir die dringende Notwenigkeit, endlich zu handeln und eine langfristige Lösung zu finden.

 

Die Nutzung dieser Archive ist von großer Bedeutung für die wissenschaftliche Arbeit, aber auch für die historische Bildungsarbeit. Die bereitgestellten archivierten Unikate sind von unschätzbarem bleibenden Wert. Das Stadtarchiv als „Gedächtnis der Verwaltung“ dient als zentrale Anlaufstelle für Forschungen zur Stadtgeschichte. Die Vergangenheit zu bewahren liegt vor allem in der Verantwortung der Stadt Freiburg.

 

Die Archivträger von Universität, Stadt und Land haben im Jahr 2001 die Idee eines „Archivverbundes“ aller drei Archive entwickelt. Die Kooperation der Archive untereinander würden durch einen solchen Verbund – bei Erhaltung ihrer Eigenständigkeit  - zukunftsweisend gefördert. Eine Effizienzsteigerung der Dienstleistung wäre die Folge, sowie gleichzeitig die Aussicht auf positive Auswirkungen auf den städtischen Haushalt, die sich durch die Synergieeffekte der gemeinsamen Nutzung von Raum, Ausstattung, Personal und Betriebskosten und der allgemeinen Kooperation ergeben würden.

 

Die CDU-Stadtratsfraktion fordert deshalb , dass die Stadt jetzt in Sachen Verbundarchiv wieder tätig wird. Wir schlagen vor, dass der Freiburger Stadtbau auf Erbpacht das dem Land Baden-Württemberg gehörende und für diesen Zweck vorgesehene Grundstück beim Regierungspräsidium an der Bissierstraße überlassen wird.

 

Die Freiburger Stadtbau wird dann beauftragt, das Verbundarchiv nach Maßgabe von Stadt und Land zu bauen und anschließend wieder an die Stadt und  das Land zu vermieten. Der Freiburger Stadtbau dürfen dabei keinerlei finanzielle oder wirtschaftliche Nachteile entstehen.

 

Ein sehr gutes Beispiel eines vergleichbaren  Vorgehens ist das Freiburger Kunstdepot, das ebenfalls von der Stadtbau gebaut und an die Stadt vermietet wird, die ihrerseits wieder Teile des Gebäudes an die Stiftungsverwaltung und die Erzdiözese vermieten wird. Ein ähnliches Vorgehen scheint auch im Falle einen Verbundarchivs sehr vielversprechend.

 

Wir sind der Meinung, dass die Stadt – auch aus eigenem Interesse – in dieser Richtung aktiv werden soll.

 

Deshalb bitten wir Sie um die Beantwortung folgender Fragen:

 

1. Wie ist der Sachstand bezüglich der Planung des Verbundarchivs?

2. Wie wird nach heutigem Stand die Finanzierung des Verbundarchivs aussehen?  

3. Wie beurteilt die Verwaltung den obengenannten CDU-Vorschlag eines Baus des Archivs auf dem Gelände an der Bissierstraße durch die Stadtbau mit anschließender Vermietung an Stadt und Land?  

4. Welche Anstrengungen hat das Kulturdezernat in den letzten 2 Jahren unternommen, um das dringend benötigte Verbundarchiv voranzubringen?

  

Mit freundlichen Grüßen 

 

Daniel Sander M.A.

Stadtrat           

 

Dr. Ellen Breckwoldt

stv. Fraktionsvorsitzende



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