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27. Juli 2017


 

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GVD-Fahrradstreife für Freiburg

Herrn

Oberbürgermeister

Dr. Dieter Salomon

 

per E-Mail

 

Freiburg, den 29. August 2012

 

Fahrradstreife

h i e r :

Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

leider ist es nicht selbstverständlich, dass zu einer sicheren Verkehrssituation eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer nötig ist. Der vermeintlich „schwächere“ Verkehrsteilnehmer fühlt sich häufig bedrängt. Insbesondere da, wo sich die verschiedenen Verkehre denselben Weg teilen. Dies gilt sowohl für den Konflikt Fußgänger/ Radfahrer als auch Radfahrer/ motorisierter Verkehr. Ausdrücklich begrüßen wir die Aktion „Mehr Rücksicht“, die auf mehr gegenseitige Achtung zielt. Zur Herstellung einer langfristigen und nachhaltigen Sicherheit im Straßenverkehr sehen wir es zudem als unumgänglich an, den Verkehr noch besser aus Sicht der Radfahrer beurteilen zu können.

 

Da fast die Hälfte der verunglückten Verkehrsteilnehmer in Freiburg 2011 mit dem Fahrrad unterwegs war, müssen an die Seite der Maßnahmen im Straßenbau, die Gefahrenpunkte vermeiden, bzw. aus dem Weg räumen sollen, gleichzeitig Verhaltensänderungen im Straßenverkehr gestellt werden. Der Blick in die Statistik zeigt: Was bei Autofahrern – zumeist – als No-Go betrachtet wird (Überfahren roter Ampeln, Geisterfahrer, kein Licht) wird bei Radfahrern viel zu oft als Kavaliersdelikt abgetan. Diesen Radfahrern muss bewusst gemacht werden, dass Fehlverhalten am Lenker ebenso gefährlich ist wie Fehlverhalten am Lenkrad. In erster Linie geht es dabei um die Sicherheit der Radfahrer selbst.

 

Wir möchten daher den Einsatz des Gemeindevollzugsdienstes auf dem Fahrrad vorschlagen. Dieser könnte beides bieten: Ein vermehrtes Achten auf die Verkehrsverhältnisse, wie sie sich den Radfahrern (wie z. B. zugeparkte Fahrradwege) zeigen. Die Beamten könnten auch Mängel am Radweg (starke Verschmutzungen, Bauschäden) direkt an die zuständigen Ämter weiter leiten. In Karlsruhe gibt es seit 2007 radelnde Gemeindevollzugsbedienstete. Gleichzeitig erhoffen wir uns aber auch die Möglichkeit, durch Ansprache, Hinweisen auf falsches Verhalten und gegebenenfalls auch Verwarnungen auf ein Umdenken bei den Radfahrern selbst hinzuwirken.

 

Weiter bitten wir Sie um die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

1. Stimmen Sie uns zu, dass der wachsende Anteil radelnder Verkehrsteilnehmer in Freiburg einen weiteren Einsatz zur Sicherheit der Radfahrer nicht nur im baulichen Sinne dringend nötig macht?

2. Wäre würde die Einführung radelnden Gemeindevollzugsbeamten in Freiburg kosten?

3. Ist der Einsatz auch mit dem bestehenden Personal machbar?

4. Wie sieht die Freiburger Verkehrspolizei einen solchen Einsatz?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Daniel Sander M.A.

Stadtrat

 

Hansjörg Sandler

verkehrspolitischer Sprecher



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